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Geschichte

HISTORISCHER ABRISS

Der Ostróda-Elbląg-Kanal, auch Elbląger Kanal genannt, bildet ein einzigartiges Wassersystem, das einige Westmasurenseen mit Frischem Haff verbindet. Die Eigenart des Systems beruht auf Überwindung einer natürlichen Wasserspiegel-Differenz von fast 100 m über Schleusen und Rampen. Diese letztlichen sind Schienenaufzugsanlangen, die mechanisch mit Wasserkraft angetrieben werden.

 Dieses zu Anfang des 19. Jh. von dem holländischen Ingenieur Jakob Georg Steenke zwecks einer Wasserwegverbindung Ostpreussens (Oberlandes) mit der Ostsee entworfene Baudenkmal der hydrotechnischen Kunst wartete fast 20 Jahre auf den Baubeginn (1825-1844).

Viel kürzer dauerte der Bau selbst, denn nur 8 Jahre. Seit 1852 verkehrte zwischen Iława und Elbląg ein Dampfer der Firma "Reederei Matzmor" (Schraubendampfer "Martha" und "Ernst"). Ein Verfrachter aus Zalewo, namens Munter, verfügte über das Schiff "Ursula".

Die Strecke Miłomłyn-Ostróda hat man offiziell erst im Jahre 1860 eröffnet, obwohl das erste Schiff aus Elbląg nach Ostróda schon im Jahre 1856 gekommen war. Den letzten Abschnitt des Kanalsystems von Ostróda bis Stare Jabłonki über den Pauzeńskie-See hat man erst 1873 dem Verkehr übergeben.

 Mit der Eröffnung im Jahre 1872 der Eisenbahnstrecke verlor der Kanal an wirtschaftlicher Bedeutung, aber er diente bis 1912 ausschließlich dem Transport von Holz, Landwirtschaftsprodukten und Industriewaren.

 Außer der Holztrift verkehrten auf dem Kanal die in der Elbląger "Schichau-Werft" gebauten Barken und die Schiffe des Osteroder Wasserbauamtes: die Dampfer "Steenke" und "Röthloff" und der Motorschlepper "Osterode". Auf diesen Schiffen fuhr der spätere Reeder Adolf Tetzlaff (geb. 1888 in Siemiany). Sein Unternehmen "Schiffs-Reederei Adolf Tetzlaff" führte auch die ersten Spazierfahrten Motorboot "Seerose". Bis 1927 bereicherte sich die Spazierflotte von Tetzlaff um die Schiffe "Herta" (1914) und "Heni" (1925). Das in der Elbląger Werft gebaute Schiff "Konrad" begann nach 1927 regelmäßige Touristenfahrten Ostróda-Elbląg.

In den 30er Jahren wurden die Fahrten von dem Verkehrsbüro in Ostróda veranstaltet. In Elbląg machten das zwei Reisebüros, die von Wenzel und Harwardt geführt wurden, und der Verein aus Królewiec "Landesverkehrverband Ostu. Westpreussen e. V.". Das Unternehmen von A. Tetzlaff funktionierte bis Ende 1944. Die Kriegsereignisse von 1945 verursachten erhebliche Schäden an den Kanaleinrichtungen.

Aus Initiative von Zygmunt Mianowicz und mit Hilfe von A. Tetzlaff hat man 1948 den Kanal wieder fahrbar gemacht und die Reederei "Żegluga Gdańska" hat regelmäßige Touristenfahrten aufgenommen.

Mitte der 70er Jahre wurden die Schiffe von "Żegluga Mazurska" übernommen und seit 1992 ist der Reeder der Städtische


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